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Motivierte und qualifizierte Mitarbeitende sind die Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Gleichzeitig wird die Suche nach passendem Personal immer schwieriger: So hat die Anzahl an unbesetzten Stellen in den letzten zehn Jahren um 45 Prozent zugenommen. Diese Entwicklung stellt Unternehmen aus allen Branchen vor neue Herausforderungen – vom demografischen Wandel gar nicht erst zu sprechen. Um sich im War for Talents behaupten zu können, gewinnt zielführendes Employer Branding zunehmend an Bedeutung: Als Orientierung dienen dabei große Marken wie Google, Adidas und BMW, die im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber die vorderen Plätze einnehmen.

Doch wie kann Employer Branding auch mit kleinerem Budget authentisch und erfolgreich sein? 

 1. Methoden, um das Image des Arbeitgebers zu stärken

 Zu Beginn aller Überlegungen gilt es, die Bestandteile eines zielgerichteten Employer Brandings zu definieren: Im digitalen Zeitalter gehört das Storytelling auf Social Media dabei zweifellos zu den wichtigsten Aspekten. Auf diesem Weg können Unternehmen in den direkten Kontakt mit möglichen Kandidaten treten und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber präsentieren. Eine weitere Möglichkeit, um das Employer Branding voranzutreiben, ist ein eigener Unternehmensblog: Durch diesen Kanal können beispielsweise Mitarbeitende zu Botschaftern für das Unternehmen werden und positive Eindrücke aus dem Arbeitsalltag vermitteln. Auch eine lebendige Präsenz auf Networking-Plattformen wie LinkedIn und Xing sowie authentische Bewertungen auf Bewertungsportalen wie Glassdoor und kununu sind heute essentieller Bestandteil einer digitalen Employer-Branding-Strategie.

Um das Image als attraktiver Arbeitgeber weiter zu stärken, empfehlen sich zudem Kooperationen mit Bildungsträgern und die Qualifikation für Auszeichnungen wie das Gütesiegel „Great Place to Work“. 

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 2. Authentizität und Ehrlichkeit als Erfolgskonzept

Viele Unternehmen bauen im Rahmen des Employer Brandings eine Scheinwelt auf, um möglichst viele qualifizierte Mitarbeitende für sich zu begeistern. Diese realitätsferne Darstellung geht jedoch häufig mit falschen Erwartungen bei den Kandidaten einher. Demzufolge gilt es während aller Maßnahmen beim Employer Branding mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben und das eigene Unternehmen nicht nur mit einer glänzenden Außenseite zu präsentieren. Um authentisch zu sein, können auf den Social-Media-Kanälen beispielsweise Learnings aus falschen Entscheidungen thematisiert werden. So wird eine spürbare Nähe aufgebaut und Menschlichkeit gezeigt. Und auch für das eigene Unternehmen bietet es den Vorteil, sich seiner Fortschritte bewusst zu werden.

Durch dieses Vorgehen wird ein Gegenentwurf zu plakativem Employer Branding aufgebaut, was für den Vertrauensaufbau zu möglichen Kandidaten einen entscheidenden Vorteil darstellen kann. Letztendlich bleibt es natürlich jedem Unternehmen selbst überlassen, welchen Stellenwert Ehrlichkeit beim Employer Branding beigemessen wird. Eine realitätsnahe und authentische Darstellung der unternehmenseigenen Vorzüge macht sich aber auf lange Sicht zweifelsfrei für alle Beteiligten bezahlt.

 

 3. Content is key – auch im Employer Branding!

 Überzeugende und relevante Inhalte sind der Schlüssel zum Erfolg beim zielgerichteten Employer Branding: Die Auswahl des passenden Content fällt aber vielen Unternehmen schwer und erfordert die Berücksichtigung verschiedener Faktoren. Die beiden zentralen Fragen „Was passt zu unserem Unternehmen?“ und „Was ist für unsere Zielgruppe wirklich interessant?“ dienen dabei als sinnvolle Orientierungspunkte. Die entsprechenden Antworten bilden die Basis für das weitere Vorgehen und ermöglichen die Planung maßgeschneiderter Inhalte. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den potenziellen Bewerbenden einen möglichst vielfältigen Einblick zu gewähren. Zu diesem Zweck gilt es die Balance zwischen Themenbereichen wie Arbeitsumfeld, Benefits, Fortbildungsmöglichkeiten, Arbeitsalltag und Teamevents permanent im Blick zu behalten. Durch das digitale Storytelling in den sozialen Netzwerken können zum Beispiel authentische Einblicke hinter die Kulissen ermöglicht werden: Zu den passenden Inhalten gehören unter anderem spannend aufbereitete Beiträge zu den Herstellungsprozessen der jeweiligen Produkte oder unterhaltsame Berichte zu Dienstreisen. Auf wenig gehaltvolle Inhalte ohne Mehrwert für Bewerbende sollte hingegen unbedingt verzichtet werden, um das Image des Unternehmens nicht negativ zu beeinflussen.

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4. Wie ich dir, so du mir – die Bedeutung von Bewertungsportalen

 Bei der Arbeitgeberrecherche spielen Online-Bewertungsportale eine zunehmend wichtige Rolle: So informieren sich die meisten Interessenten online über verschiedene Unternehmen, um einen ersten Überblick zu bekommen. Aus diesem Grund darf die Präsenz auf entsprechenden Portalen nicht vernachlässigt werden. Im Idealfall ritualisieren Unternehmen interne Bewertungsprozesse, sodass sich mögliche Kritikpunkte schnell aufspüren und klären lassen. Durch dieses Vorgehen können negative Rückmeldungen in Bewertungsportalen minimiert werden, was für erfolgreiches Employer Branding von enormer Bedeutung ist. Ein solches Feedback und die zugehörigen Kommentare bilden häufig einen der ersten Kontakte für potenzielle Bewerbende und können sich somit entscheidend auf die Arbeitnehmerwahl auswirken. Auch sollten kritische Äußerungen unbedingt ernst genommen werden, um die entsprechenden Gegenmaßnahmen einzuleiten und zu zeigen, dass auf Kritik aktiv eingegangen wird.

 

5. Employer Branding und die Kneipe um die Ecke

 Auch im digitalen Zeitalter beschränkt sich Employer Branding nicht nur auf strategische Maßnahmen im Internet, sondern erfordert ein ganzheitliches Vorgehen: Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden sollte dabei immer im Fokus stehen und die Basis für das gesamte Employer Branding darstellen. Denn motivierte Mitarbeitende sind die besten Markenbotschafter! Sie können nicht nur Online-Kampagnen aktiv vorantreiben, sondern werden insbesondere im Alltag Positives über das Unternehmen zu berichten wissen. Die Mitarbeiterzufriedenheit zählt somit ganz ohne Frage zu den Kernressourcen von erfolgreichem Employer Branding: Persönlichen Empfehlungen von Freunden und Bekannten wird in der Regel eine hohe Wichtigkeit beigemessen, die keine noch so ausgefeilte Employer-Branding-Strategie überbieten kann. Wenn potenzielle Bewerbende aber aufgrund einer persönlichen Empfehlung eine Online-Recherche beginnen, dann kann ein kanalübergreifender Employer-Branding-Ansatz den entscheidenden Unterschied machen.

 

Werkzeugkasten für Employer Branding auf einen Blick:

Es geht nicht darum, die strahlendste oder ausgefallenste aller Employer-Branding-Kampagnen zu entwickeln, sondern eine, die zum Unternehmen passt. Mit einer stimmigen, authentischen und kanalübergreifenden Kommunikation (auf Social Media und in der Kneipe) gewinnt man vielleicht keinen Blumentopf, aber höchstwahrscheinlich die passendsten Mitarbeitenden.

 

  • Storytelling auf Social Media
  • Ein Unternehmensblog
  • Präsenz auf Networking-Plattformen
  • Kooperation mit Bildungsträgern 
  • Auszeichnungen für Arbeitgeber 

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Carla Pieper
Digital Learning Specialist
Carla begeistert sich für Trends, Themen und Best Practices im Bereich New Work, Digitalisierung und Diversity. Seitdem sie bei Babbel ist, gilt für sie beim Thema New Work: mittendrin statt nur dabei – nicht nur intern bei Babbel, sondern auch im Kontakt mit Geschäftskunden.