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Meditation bei Babbel Personnelly

Organisationen erwarten von ihren Mitarbeitenden, dass sie ein hohes Tempo bei der Arbeit an den Tag legen und gleichzeitig kreativ sind. Auf dieses Paradox haben Forscher bereits 2015 in Studien zum Thema „Achtsamkeit in Unternehmen“ hingewiesen. Kreativität, so heißt es, sei heute die wichtigste Qualität, um Herausforderungen der gegenwärtig komplexen und schnelllebigen Arbeitswelt bewältigen zu können. Doch anstatt diese Fähigkeit aktiv bei den Mitarbeitenden zu fördern und zu stärken, wird sie als gegeben angesehen. Ein Kicker und eine Leseecke würden im Zweifelsfall schon reichen.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Inseln der Reflektion und Entspannung werden meist links liegen gelassen, stattdessen wird auf Autopilot geschaltet und bewährte Methoden nicht hinterfragt, um bloß keine Zeit zu verlieren. Raum für Kreativität wird, im besten Fall, nach Feierabend geschaffen. Die Wahrscheinlichkeit, mit kreativen Ansätzen Probleme zu reflektieren, andere Möglichkeiten zu ergründen und neue Lösungen zu testen wird verschwindend gering – außer es kommt mal ein Design Thinking Coach vorbei. Dabei bräuchten viele Mitarbeitende gar keinen Coach, sondern Raum, um ihre Kreativität zu entwickeln und ihr freien Lauf zu lassen.


 

Wie kann Kreativität im Unternehmen gefördert werden?

Unternehmen wie Google, Goldman Sachs und Nike gelten als Vorreiter und haben sich vollständig der Idee von Meditation und Achtsamkeit verschrieben. Laut einem amerikanischen Forscherteam hat Meditation in Unternehmen eine Reihe positiver Effekte: Regelmäßiges Meditieren fördere Resilienz, einen positiven Umgang mit Stress sowie mit negativen Emotionen. Anstatt impulsiver, unreflektierter Entscheidungen hilft meditieren dabei, bedachter und strategischer zu arbeiten. Darüber hinaus fördert Meditation laut dem Forscher Danny Penman nicht nur eklatant die Fähigkeit kreativ zu denken, sondern auch Probleme schneller einordnen und lösen zu können. Meditation hilft außerdem den Autopiloten auszuschalten und neuen Konzepten und Ideen gegenüber offener zu sein.

 

Innovation durch Meditation

Um die Innovationskultur innerhalb von Unternehmen und Teams zu fördern, legen die genannten Studien nahe, Meditation und Achtsamkeit für Mitarbeitende zu fördern. Neben dem Kicker und der Leseecke sollten Unternehmen dementsprechend Räume zum Meditieren bieten. Die gute Nachricht: Nicht nur Unternehmen profitieren von der Meditation, sondern insbesondere die Mitarbeitenden selbst erleben Selbstwirksamkeit sowie eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens.

Innovation durch meditation

 

5 Tipps für Meditation und Achtsamkeit im Unternehmen

  

1. Entwickeln Sie eine Achtsamkeitskultur

Es reicht nicht im nächsten Trainingskalender Slots für Meditation mit in das Programm aufzunehmen. Damit Mitarbeitende an den Trainings teilnehmen und sie ernst nehmen, müssen einhergehende Werte mit den Zielen des Unternehmens verknüpft werden. Ist beispielsweise ein Unternehmensziel sich der Digitalisierung zu stellen, ist es essenziell, mit Veränderungen umgehen zu können. Hierbei kann Meditation ein essenzielles Werkzeug sein, um Mitarbeitende vorzubereiten. Wichtig ist deshalb, dass Mitarbeitende diese Zusammenhänge verstehen und sich auf die Meditation einlassen. 

 

2. Binden Sie Führungskräfte frühzeitig ein

Die Vorteile von Meditation liegen zumeist auf der Hand. Und doch schlägt der Alltag immer wieder zu, dringende Termine kommen rein und Kunden können nicht bis morgen warten. Auch bei noch so guten Vorsätzen wird im Alltag schnell wieder auf Autopilot umgestellt. Doch hier sind Ihre Führungskräfte gefragt. Diese sollten nicht nur von den der Meditation überzeugt sein, sondern sich auch in ihren Teams dafür stark machen, dass die Mitarbeitenden ihre „tägliche Dosis an Meditation“ bekommen. Genauso wichtig ist allerdings, dass die Führungskräfte selbst regelmäßige Meditationspausen einplanen. Damit das gelingt, ist eine unkomplizierte Einbindung der Trainings in den Arbeitsalltag essenziell.

 

3. Erstellen Sie Meditationstrainings für den Alltag

Die Förderung von Achtsamkeit funktioniert nur dann, wenn Trainings unkompliziert in den Alltag integrierbar sind. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Führungskräften und Mitarbeitenden, welche Möglichkeiten Sie haben oder holen Sie sich erfahrene Coaches von außen. Eine Idee könnte beispielsweise sein, die Meditationseinheit direkt nach der Mittagspause zu legen oder einen unternehmensweiten Termin am Nachmittag einzustellen und gemeinsame Sessions in der Kantine durchzuführen. Testen Sie unterschiedliche Formate und Zeitpunkte – es gibt kein richtig oder falsch, da jedes Unternehmen anders ist.

  

4. Schaffen Sie Momente der Achtsamkeit

Achtsamkeit heißt vor allem auch, sich des Moments bewusst zu werden. Hilfreich hierbei können auch kleine Routinen sein: Reminder-E-Mails, die einmal am Tag verschickt werden und ans „Durchatmen“ erinnern. Auch können kurze Check-Ins zum Meetingbeginn, vor allem bekannt von der Holacracy-Methode, wahre Wunder wirken – hierbei geht es vor allem darum, Störungen loszuwerden und sich auf das Meeting voll und ganz einlassen zu können. Nicht zuletzt sind Ruhebereiche, Napping Rooms oder Meditationsräume (die nicht als Meetingräume genutzt werden dürfen!) ebenfalls ein effektives Werkzeug, um Räume und Momente der Achtsamkeit zu fördern. Und an dieser Stelle sei angemerkt: Selbst das Schlafen hat positive Effekte, um anschließend effektiver arbeiten zu können.

 

5. Geben Sie Ihren Mitarbeitenden Hilfestellungen

Auch wenn sich Forscher seit Jahren mit den Vorteilen der Meditation und Achtsamkeit beschäftigen und nicht müde werden, diese zu betonen, wird das Thema oft noch belächelt. Vielen ist es schlicht zu esoterisch. Und nicht zuletzt besteht oft auch die Angst sich gegenüber derlei neuen Methoden zu öffnen. Umso wichtiger ist es, Ihre Mitarbeitenden mitzunehmen, für das Thema zu begeistern und Ihnen Hilfestellungen zu geben. Bieten Sie Ihren Mitarbeitenden Zugang zu Webinaren und Meditations-Apps, veranstalten Sie Vortragsserien mit fachkundigen Referenten, bieten Sie Einzelsitzungen mit Mediations-Coaches an und ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden immer wieder, sich Zeit für sich zu nehmen.

innov durch meditation 2 

 Fazit: Meditation ist New Work

Mehr denn je sind Unternehmen auf kreative und reflektierte Mitarbeitende angewiesen. Schließlich bilden sie die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Meditation und Achtsamkeit können hierfür einen Anstoß geben und wichtige Schritte auf dem Weg zur „neuen Arbeit“ sein. Doch auch zur Etablierung einer Achtsamkeitskultur gehört Mut, denn das ganze Unternehmen muss umdenken. Doch wie unsere Kolumnisten Inga Höltmann zusammenfasst: die Grundvoraussetzung für Neue Arbeit ist Lust am Gestalten und Lust etwas Neues auszuprobieren - und sich nicht von Angst leiten zu lassen." 

Sandro Köpke
Key Account Manager B2B
Für Sandro steht eins fest: Er hat nie ausgelernt. Seitdem er bei 'Babbel für Unternehmen' ist, begeistert er sich vor allem für eine Frage: Wie können wir im Zeitalter des digitalen Wandels voneinander lernen? New Learning ist für ihn mehr als nur ein Konzept – es ist verinnerlichte Praxis.