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Geldwerter Vorteil Geschenke

Immer mehr Unternehmen entdecken die Vorzüge, die ein geldwerter Vorteil für die Motivation der Mitarbeitenden hat. Schließlich ist es in Zeiten des Fachkräftemangels wichtiger denn je, qualifizierte Mitarbeitende für das Unternehmen zu gewinnen. Dabei ist nicht immer nur das Gehalt ausschlaggebend. Viele Mitarbeitende bevorzugen die Gewährung anderer Vorteile, weil sie ihnen in ihrer persönlichen Lebenssituation genau das bieten, was sie sich wünschen. Hier ist vor allem der sogenannte geldwerte Vorteil ein gängiges Instrument.

 

Geldwerter Vorteil – was ist das?

Die Arbeit der Mitarbeitenden zahlt sich buchstäblich am Ende des Monats aus. Doch neben einem angemessenen Gehalt haben Unternehmen noch andere Möglichkeiten, die Arbeit ihrer Angestellten wertzuschätzen. In diesem Fall belohnen Führungskräfte sie mit Sachbezügen oder Sachleistungen, die die Mitarbeitenden dann selbst nicht mehr kaufen müssen. Diese Form der Wertschätzung nennt man fachsprachlich einen geldwerten Vorteil. Solche Leistungen werden in der Unternehmenssprache auch als Incentives bezeichnet. Vor allem in Deutschland ist der Firmenwagen das typische Beispiel eines geldwerten Vorteils.

Geldwerter Vorteil Coworking

Wann wird der geldwerte Vorteil zum steuerlichen Vorteil?

Wenn Unternehmen auf die Gehaltserhöhung verzichten und stattdessen geldwerte Vorteile gewähren, hat das für Arbeitnehmende oftmals steuerliche Vorteile zur Folge. Tankgutscheine, eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel oder Blumen zum Geburtstag – viele Sachbezüge sind bis zu einer Grenze von 44 Euro monatlich steuerlich vergünstigt oder sogar steuerfrei. Aber Achtung: Übersteigt ein geldwerter Vorteil oder die Summe mehrerer Sachbezüge die 44-Euro-Grenze, so muss der Betrag der Lohnsteuer und der Sozialversicherung unterworfen werden.

Auch Rabatte gehören zu den geldwerten Vorteilen. Ein Unternehmen kann seinen Mitarbeitenden Rabatte auf Waren oder Dienstleistungen, die das Unternehmen selbst anbietet, gewährleisten. Damit der Personalrabatt jedoch vollständig steuerfrei bleibt, dürfen die Leistungen den jährlichen Betrag von 1.080 Euro nicht überschreiten. Wird diese Freigrenze überschritten, werden die darüber hinausgehenden Beträge versteuert.

 

 
 Geldwerter Vorteil Geschenke

 Geldwerter Vorteil und Steuern – das Beispiel Firmenwagen

Belohnen Arbeitgebende ihre Mitarbeitenden mit Firmenwagen, die auch privat genutzt werden können, handelt es sich auch hier um einen geldwerten Vorteil. Genau diese Verschmelzung von dienstlicher und privater Sphäre macht den Firmenwagen steuerrechtlich relevant. Die daraus resultierenden Berechnungsmethoden sind entweder das Fahrtenbuch oder die Ein-Prozent- Regelung:

Die etwas aufwändigere Fahrtenbuchmethode ermöglicht es, die privaten und dienstlichen Fahrten auseinanderzuhalten. Jede Fahrt muss entweder als dienstliche oder private Fahrt dokumentiert werden.

Zur Berechnung des Privatnutzungsanteils werden die Gesamtkosten für das Fahrzeug auf das Jahr ermittelt. Dabei geht es also um Abschreibung, Versicherung, Steuer, Benzin und weitere Kosten. Daraus werden die Kosten pro gefahrenen Kilometer berechnet und mit den privat gefahrenen Kilometern multipliziert. Als Faustregel gilt: Je mehr ein Firmenwagen dienstlich genutzt wird, desto eher lohnt sich das Fahrtenbuch.

Bei der Ein-Prozent-Regelung wird für die private Nutzung pro Monat pauschal ein Prozent des Bruttoinlandslistenpreises des Fahrzeuges versteuert. Zusätzlich wird monatlich die gefahrene Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsort mit 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer versteuert.

Ein Beispiel: Der Neupreis des Autos beträgt 40.000 Euro.
Die Distanz zur Arbeit beträgt insgesamt 20 Kilometer (Hin- & Rückfahrt).

40.000 x 0,01 = 400 Euro

40.000 x 20 x 0,0003 = 240 Euro

→ 400 Euro + 240 Euro = 640 Euro

Wenn der Arbeitnehmende demnach ein Monatsgehalt von 3.000 Euro brutto erhält, muss er einen Betrag von 3.640 Euro versteuern.

Geldwerter Vorteil Firmenwagen

 Geldwerter Vorteil – es muss nicht immer ein Auto sein!

Auch wenn es sich bei der Bestellung eines Dienstwagens zur privaten Nutzung um ein besonders prestigeträchtiges Objekt handelt, macht die komplexe lohnsteuerrechtliche Situation diesen Sachbezug nicht immer besonders lohnenswert. Andere geldwerte Vorteile können einen erheblich größeren Mehrwert bieten. Dabei stehen Unternehmen und Mitarbeitenden viele Möglichkeiten offen. Beispielsweise kann das Unternehmen die Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel stellen, Warengutscheine oder Essensbons ausgeben beziehungsweise die Aufwendungen für die Sprachlern-App Babbel übernehmen.

Gerade die Übernahme der Babbel-App hat viele Vorteile für alle Beteiligten. Mitarbeitende werden motiviert, ihre Sprachkenntnisse, die sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen, zu verbessern. Wenn diese Weiterbildung im überwiegend betrieblichen Interesse und das Unternehmen Rechnungsempfänger für die entsprechende Leistung ist, handelt es sich dabei nicht um einen Arbeitslohn. Das Unternehmen kann Babbel also steuerfrei zur Verfügung stellen.

 

Geldwerter Vorteil Unternehmen

 Geldwerter Vorteil – wenig Aufwand mit großer Wirkung!

Incentives sind für Unternehmen eine besonders attraktive Alternative, um Mitarbeitenden Anreize zu bieten und sie zu motivieren. Aufgrund der steuerlichen Ausgangslage ermöglichen sie es, mit relativ geringem Aufwand beste Ergebnisse zu erzielen. Ein geldwerter Vorteil ist dabei nicht nur unter dem Aspekt der Motivation der Angestellten zu sehen, sondern eine ideale Maßnahme, um die Unternehmenskultur insgesamt zu fördern. Geldwerte Vorteile sind auch deshalb so begehrt, weil das Unternehmen sie individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse des einzelnen Mitarbeitenden zuschneiden kann. Das fördert das Vertrauensverhältnis und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Die persönliche Note, die ein geldwerter Vorteil hat, wiegt dabei oft noch schwerer, als der finanzielle Aspekt an sich.

 

 

Annika Keilen
Editor; Interessen: Kultur & Diversität in Organisationen
Aus einer wirtschaftlichen Perspektive ist es leicht, die Welt in Zahlen zu betrachten. Doch wo bleibt in dieser Welt der Mensch? Für Annika bilden die Mitarbeitenden das Herzstück eines Unternehmens. Bei Babbel sieht sie ihre Vorstellung umgesetzt, sodass sie von dieser Unternehmenskultur aus dem Büro hinaus berichtet.