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Die Digitalisierung der Wirtschaft hat die Anforderungen an das Lernen in Unternehmen nachhaltig verändert. Mittlerweile wird von allen Mitarbeitenden permanentes und lebenslanges Lernen gefordert. Peer Learning kann dafür eine besonders effektive Lernmethode sein. Sie passt hervorragend zu einer offenen Unternehmenskultur, in der die Ideen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden zählen. Im Unternehmen lässt sie sich mit relativ geringem Aufwand etablieren.

Was ist Peer Learning? 

Bei Peer Learning geht es um kooperatives und kollaboratives Lernen. Das Prinzip besteht darin, dass Menschen auf Augenhöhe voneinander lernen. Erstmals angewendet wurde es an US-amerikanischen Schulen. Dort verfolgte es das Ziel, Jugendlichen zu ermöglichen, sich schwierige oder kontroverse Themen im Austausch mit Gleichaltrigen anzueignen. Heute spielt Peer Learning nicht nur an Schulen und Universitäten, sondern auch in vielen Unternehmen eine Rolle. Die Mitarbeitenden lernen voneinander. Sie profitieren dabei nicht nur vom fachlichen Wissen ihrer Kolleginnen und Kollegen (ihrer Peers), sondern auch von deren Erfahrungen und der Lernsituation auf Augenhöhe.

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Wie funktioniert Peer Learning?

Peer Learning kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise gestaltet werden. Die folgenden drei Beispiele verdeutlichen, wie es funktionieren kann:


1. Class-Room-Trainings

Bei Class-Room-Trainings handelt es sich um Weiterbildungsformate, bei denen Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen als Lehrende tätig werden. Die Kurse befassen sich mit unterschiedlichen Themen, zu denen beispielsweise Management, Innovationen oder Rhetorik-Seminare zählen. Ihre Inhalte beschränken sich jedoch nicht zwangsläufig auf beruflich relevantes Wissen. Vielmehr haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, auch Seminare mit persönlichen Themen einzubringen. Inhaltlich sind dafür – in einem Spektrum von Kickboxen bis Elternschaft – keine Grenzen vorgesehen. Entscheidend ist, dass die Mitarbeitenden ihre Lehr- und Lerninhalte selbst auswählen, entsprechend aufbereiten und die Kurse völlig eigenständig gestalten.

Unternehmen wollen damit eine Kultur erzeugen, die es ermöglicht, Lernen direkt im Arbeitsprozess zu verankern. Die Erfahrungen mit dem Peer-Learning-Programm sind durchweg positiv. Die Lernerfolge unterscheiden sich nicht von den Ergebnissen der Wissensvermittlung durch professionelle Lehrpersonen.
 

2. Learning at Lunch

Informeller geht es auf Learning-at-Lunch-Veranstaltungen zu. Die – eventuell verlängerte – Mittagspause gibt dafür den zeitlichen Rahmen vor. Die Mitarbeitenden eines Teams, einer Abteilung oder des gesamten Unternehmens treffen sich zu einem Business-Lunch. Ein spezielles Catering wird dabei sicher gerne angenommen. Während des Mittagessens wird ein Thema präsentiert, das für die Beteiligten von Interesse ist. Eine klassische Präsentation ist hierfür nur eine mögliche Variante. Eine gute Alternative ist auch eine Gruppendiskussion. Vorgesetzte oder die Personalabteilung können Einfluss auf die Wahl der Themen nehmen. Ebenso kann die Themenwahl durch die Gruppe oder die Präsentierenden erfolgen.

3. Mentoring

Mentoring findet in so gut wie jedem Unternehmen auf informellem Wege statt. Jüngere oder neue Mitarbeitende lernen von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Unternehmen können aus dieser Praxis ein Programm entwickeln, indem sie Mentoren und Mentorinnen gezielt mit Mentees zusammenbringen. Das Lernen selbst erfolgt direkt am Arbeitsplatz oder im Rahmen von Gesprächen. Damit verbunden ist immer auch ein individuelles Coaching. Andere Mentoring-Formen sind zum Beispiel Veranstaltungen, bei denen Chefs von ihren Teammitgliedern lernen oder Mentoring auf Gruppenbasis.

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Warum Sie Peer Learning in Ihrem Unternehmen einführen sollten

Für die Einführung von Peer Learning im Unternehmen sprechen viele Gründe:

 

  • Peer Learning entspricht unserem natürlichen Weg zu lernen und uns Wissen anzueignen.
  • Es ermöglicht den Zugang zum Wissen und den Expertisen aller Mitglieder der Organisation. Hierdurch ist es ein sehr effizientes Mittel der Personalentwicklung und des Wissenstransfers im Unternehmen.
  • Es fördert soziale Kompetenz sowie wichtige Management- und Leadership-Fähigkeiten.
  • Es ist kosteneffizient und daher für jedes Unternehmen umsetzbar.

 

Die Digitalisierung fordert von Mitarbeitenden, dass sie sich kontinuierlich weiterbilden. Maßnahmen wie Bildungsurlaub sind, wie Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom sagt, völlig überholt”. Peer learning bietet eine sehr kostengünstige Möglichkeit, ein kontinuierliches Bildungsprogramm zu etablieren. Damit wird es den Herausforderungen unserer Zeit gerecht.

Carla Pieper
Digital Learning Specialist
Carla begeistert sich für Trends, Themen und Best Practices im Bereich New Work, Digitalisierung und Diversity. Seitdem sie bei Babbel ist, gilt für sie beim Thema New Work: mittendrin statt nur dabei – nicht nur intern bei Babbel, sondern auch im Kontakt mit Geschäftskunden.